Mit Kleidern als Geschenk kann man viel falsch aber genauso gut viel richtig machen.

Erstmal muß die Größe stimmen.

Dann sollten sie auch gefallen.

Wer jedes Jahr zu Weihnachten, Ostern, Geburtstag einen neuen Schlafanzug der Art geschenkt bekommen hat, wie er ihn nicht mag (modern statt klassisch) kann ein Lied davon singen.

Und wenn Oma dann sagte: “Wenn er Dir nicht gefällt, können wir ihn auch umtauschen”.

Und man dann geantwortet hat “Nein, nein, er gefällt mir schon, aber ich mag lieber die klassischen Herrenschlafanzüge mit Knöpfen, sonst gefällt er mir…” war klar, im Kleiderschrank sammelt sich auch in diesem Jahr mindestens ein weiterer Schlafanzug an, den man nicht gerne trägt.

Man kann also mit Kleidergeschenken vieles falsch-machen, aber auch vieles richtig.

Noch riskanter sind bedruckte Kleider. Sie können viel Freude machen, aber auch das Gegenteil.

Eine sehr individuelle Art, Kleider zu schenken, sind sie aber.

Denn viele lieben Selbstgemachtes, Persönliches, Individuelles. Etwas, das nicht von der Stange kommt und das eben niemand anderes auf der Welt auch hat.

Einzig der Haken:

Die meisten Schenker können weder häkeln noch stricken und haben auch keinen Nähkurs besucht. Malen können sie in der Regel auch nicht alle, also ist es auch nix damit, Textilfarben zu kaufen und auf ein Kleidungstück zur Individualisierung einen persönlich gemalten “Picasso” zu malen.

Es könnte sein, daß der vermeintliche Picasso eher Kopfschütteln und Schaudern hervorruft als Freude.

Und der oder die Beschenkte kann das individualisierte Kleidungsstück nicht einmal umtauschen und retournieren…

Eine gute Lösung

Was also tun?

Heutzutage gibt es die Möglichkeit, Graphiken und auch Fotos via Textildruck auf alle möglichen Kleider drucken zu lassen.

Beispielsweise kann man, wenn man weiß, daß jemand fanatischer Fän von einem Sportklub ist, eine Kappe oder ein Kleidungsstück bedrucken.

Wer unsicher ist beim persönlichen Druckmotiv, sollte lieber eine Landschaft nehmen (Fotoausriß: Shirt-X)

Wer unsicher ist beim persönlichen Druckmotiv, sollte lieber eine Landschaft nehmen (Fotoausriß: Shirt-X)

Oder wenn jemand nicht nur passiver Sportler sondern selbst aktiverer Sportler – sagen wir in einem regionalen Eishockey oder Unihockey-Klub – ist, kann man ein Foto von ihm drucken lassen auf ein Shirt oder eine Kappe.

Oder bei einem Fußballer, wie er gerade ein Tor schießt. Über so ein Foto auf einem Shirt freut sich wohl jeder, der ein bißchen Ego hat.

Blumenstrauß

Wer schon einmal Blumensträuße geschenkt hat, die er selbst gepflückt hat, weiß: Leider verwelken sie irgendwann.

Ein individuell gestaltetes Kleidungstück verwelkt nicht, der oder die Beschenkte hat lange Freude daran.

Viele Jahre.

Und hat man das richtige Motiv gewählt, wird die Textilie auch gern getragen. Man sollte natürlich nicht bei einem Veganer ein Fleischmotiv oder bei einem Wurstliebhaber gesunde Äpfel nehmen.

Außer, man will den Wurstliebhaber ans Abnehmen erinneren. Wobei die Frage ist, ob er dann das Kleidungsstück wirklich gerne trägt.

Wohl weniger.

Man sollte also positive Motive nehmen, die dem Beschenkten Freude machen.

Wer unsicher ist, der nehme lieber etwas Neutrales, zum Beispiel eine schöne Landschaft, die der Beschenkte liebt.

Für einen Norddeutschen wäre es das Flachland mit dem Meer, für einen Schweizer seine Heimatberge wie der Piz Bernina oder wenn jemand im Domleschg wohnt, das Wahrzeichen des Domleschg als Fotomotiv, den Piz Beverin.

Kindertextilien bedrucken

Auch Kindertextilien kann man bedrucken, manche Anbieter haben dafür sogar gesonderte Rubriken wie z. B. www.shirt-x.de (siehe Bild rechts).

Wer Angst hat, daß sein Kleinkind verlorengeht, kann sogar eine Mail und / oder Telefonnummer mit auf eine Textilie drucken lassen mit einem Kindermotiv.

Sollte das Kind einmal weggelaufen sein, wird der Finder des weinenden Kindes früher oder später sicher auf den Text am unteren Rand oder oben irgendwo auf der Kleidung aufmerksam und wird, wenn dort steht: “Mama: Annalisa_W @ gmx.ch” sicher dort ein Mail hinsenden.

Oder wenn dort eine Telefonnummer steht, wird der Finder oder die Polizei anrufen.

Und so ist der absolute Alptraum für jede Mutter, ein verschwundenes Kleinkind, rascher zuende.

Alptraum für jede Mutter, ein vermißtes Kleinkind (Fotoausriß: Sat1 Schweiz)

Alptraum für jede Mutter, ein vermißtes Kleinkind (Fotoausriß: Sat1 Schweiz)

 

 

 

Ist es doppelzüngig, bei Amazon, Zalando und Co einzukaufen und gleichzeitig die Globalisierung zu kritisieren?

Ja und nein.
Es kann sehr doppelzüngig sein, aber muß nicht.

Doch bevor man darüber debattiert, ist die andere Frage ersteinmal, ob es überhaupt schädlich ist, global zu bestellen.
Schadet die Globalisierung wirklich?

Die Kernfrage ist daher ersteinmal eine andere.

Nützt es beispielsweise den Einwohnern von Pakistan oder der Türkei, wenn man dort produzierte Kleidung kauft?
Oder anders gefragt:
Tut man überhaupt etwas Gutes, wenn man Kleidung ablehnt, die im Ausland, z. B. in Schwellenländern, produziert wurde?

Hilft man damit den Einwohnern dort?
Oder schadet man nicht gar viel mehr?

Und hier bei dieser Frage ist doch klar festzustellen, daß natürlich es durchaus für die dort lebenden Leute gut sein kann, wenn dort fabrizierte Kleider gekauft werden.
Wenn Kaufkraft, Geld ins Land fließt zu diesen Orten, zu diesen Leuten.

Wie werden die Kleider produziert?

Die Frage, die sich ein Konsument in der Schweiz aber dabei stellen muß, ist zu welchen Lebensbedingungen produziert wurde.

Kinderarbeit gab es auch in Europa und auch in der Schweiz und galt nicht als anrüchig. Es ist zu einfach, auf Schwellenländer und Entwicklungsländer mit dem Finger zu zeigen und dort einfach gar nicht zu kaufen.

Kinderarbeit gab es auch in Europa und auch in der Schweiz und galt nicht als anrüchig. Es ist zu einfach, auf Schwellenländer und Entwicklungsländer mit dem Finger zu zeigen und dort einfach gar nicht zu kaufen.

Wer ein billiges Kleidungsstück in der Migros, bei Coop, im Aldi oder sonstwo in der Schweiz kauft, das zu menschenunwürdigen Bedingungen produziert wurde, ist keinen Deut besser als der, der mit Mausklick im Internet via Amazon bestellt. Im Gegenteil.

Daher legen Konzerne wie die obgenannten inzwischen großen Wert darauf, zu zeigen, daß Kleider, die bei ihnen gekauft werden, menschenwürdig produziert wurden.

Und auch Umweltschutz ist ein Aspekt.

Nicht nur der Umwelt im fernen Ausland wegen.

Sondern weil die Konsumenten Angst haben vor “verseuchter”, schädlicher Kleidung und sie nicht kaufen wollen.

Wer will schon Kleider tragen, die vor Chemie nur so triefen?

Fazit

Es kann sogar der besser sein, der bei Amazon ein zu fairen Arbeitsbedingungen produziertes, umweltgerecht hergestelltes ausländisches Produkt kauft.

Und es kann auch besser sein moralisch, ein im Ausland produziertes Kleidungsstück bei Lidl oder sonstwo in der Schweiz zu kaufen.

Per se zu sagen, wer im Ausland kauft oder wer per Mausklick Kleidung kauft, sei schlecht, fördere die Globalisierung, das ist in meinen Augen in Zeiten der Digitalisierung weder zukunftsträchtig noch zielführend.

Und es hilft auch nicht den Leuten in den Herstellerländern, wenn man dort nicht bestellt. Es kommt drauf an, was man bestellt.

Wer Stil pflegt, trägt keine Imitate.

Doch es gibt durchaus gute Gründe dies zu tun.

Viele Prominente tun es, wenn sie auf Reisen oder in der Öffentlichkeit sind.

Wem als Jugendlichen einmal die Omega-Uhr seines verstorbenen Vaters gestohlen wurde, der kennt solche Gründe auch.

Besonders, wenn er sich das dann jedes Jahr vorwurfsvoll anhören mußte seitens der Oma, wie er überhaupt die Uhr ablegen konnte während er aufs WC ging (ich war unterwegs).

Was ist daher festzustellen?

Erstens gibt man zu jungen Leuten teure Uhren nur mit dem ausdrücklichen Hinweis, nicht leichtsinnig zu sein.

Zweitens im Ausgang, wenn man Alkohol trinkt und unaufmerksam und besonders leichtsinnig ist, nicht unbedingt teure Uhren tragen.

Und drittens gibt es möglicherweise durchaus Gründe, Replika-Uhren zu tragen.
Denn wird so eine gestohlen ist der Schaden begrenzt und ärgern tut sich der reudige Dieb eher als der rechtmäßige Besitzer.

Oder auch, wer Kindern eine Uhr schenken will, sollte wohl eher auf eine Replika-Uhr zurückgreifen, wenn es eine der teuren Markenluxusuhren sein soll. Beim Spielen oder sonstwo geht so eine Uhr leicht verloren.

Solche Uhren schonen nicht nur jedes Portmonaie, sondern haben auch die gleichen Funktionen wie eine echte Uhr.

Replika-Uhren beim Verreisen

Viele Prominente tragen Replikate auf öffentlichen Anlässen oder Reisen: Hätte Paris Hilton hier Replikate präsentiert, wäre das nicht passiert...

Viele Prominente tragen Replikate auf öffentlichen Anlässen oder Reisen: Hätte Paris Hilton hier Replikate präsentiert, wäre das nicht passiert…

Wenn man in die Ferien fährt, ist es ein Ärger, wenn die Reise sich dadurch verteuer, daß eine teure Marken-Armbanduhr gestohlen wird oder verloren-geht.

Schnell greift in einem unbeaufsichtigten Moment ein Dieb zu, ohne, daß man es sofort merkt.

Bei einer echten Uhr ist der Ärger dann besonders groß, weil man viel Geld dafür ausgegeben hat. Anders sieht es bei billigen Replikaten aus, die man günstig aus Asien via Internet per Mausklick bestellen kann.

Sollte man eine Replika-Uhr (“replica watch”) verlieren oder verlegen, läßt sich der Schmerz dank dem günstigen Preis sicher aushalten…

So muß man, wenn man Wert darauf legt, auch in fernen Ländern nicht auf eine Luxus-Uhr verzichten.

Schaden Replika-Uhren den Herstellern?

Replika-Uhren, die nur zum Zwecke des Schutzes von Diebstahl oder um sie einem Kind zu schenken, gekauft werden, schaden den Herstellern nicht.

Denn im ersteren Falle hat derjenige bereits ein Original. Und im zweiteren Falle würde einem Kind beim Spielen sicher nicht erlaubt, eine viele tausende Franken teure Luxusuhr zu tragen.

Bei Replikas für Kinder ist die Frage wohl in etwa so, als wenn man sich fragt, ob ein Jaguar-Spielzeugauto oder ein Mercedes- oder Lamborghini-Spielzeugauto für Kinder dem Hersteller schaden würde. Natürlich tut es das nicht.

Wie ist der Fall von Leuten, die sich keine Luxusuhr leisten können oder wollen und sich aus diesem Grunde ein billiges Imitat kaufen?

Auch hier ist wohl kaum von einem realen Schaden auszugehen. Denn Leute, die aus diesem Grunde auf Imitate zurückgreifen würden eh nicht das Geld ausgeben für ein Original und wissen den Wert eines Originals entweder nicht zu schätzen oder sie können es schlichtweg sich nicht leisten. Und wären damit eh nie ein Kunde für einen Luxusuhrenhersteller.

Man kann hier von einem Reputationsschaden sprechen eventuell, aber: Wer etwas auf sich hält würde eh allenfalls zu Diebstahlsschutz auf Reise ein Imitat kaufen. Ich persönlich würde mir ein Replikat nur zum Diebstahlschutz kaufen, wenn ich zugleich eine Originaluhr besitze.

So wie es übrigens viele Prominente bei Diamantschmuck und anderem teuren Schmuck auf Reisen tun. Wäre es bei der Schmuckpräsentation von Paris Hilton in Basel (das sie mit Zürich verwechselte, die Schweiz ist ja sooo klein…) nicht die Originale präsentiert, wäre es nicht zu dem Kriminalfall gekommen. Bzw. die Diebe hätten sich lächerlich gemacht.

Die Replika-Uhr aus Asien: Man muß nichtmal asiatische Sprachen lernen oder Englisch können…

Auch ohne asiatische Sprachen wie Chinesisch lernen zu müssen, kann man solche Uhren direkt in China bestellen. Nichtmal Englisch muß man können, viele Anbieter, die auf den deutschsprachigen Markt spezialisiert sind, bieten die Replikatuhren in deutscher Sprache auf ihren Webseiten an. Zwar wird das Wort Replika-Uhren (z. B. hier “Replika Uhren“) falsch geschrieben und die Seiten haben einige Rechtschreibfehler, aber man kann ohne Probleme bestellen.

Sogar eine Garantie wird angeboten…, Zitat: “Es ist kaum zu glauben, aber wahr! Wir liefern nicht nur Uhren-Plagiate von bester Qualität, sondern gewähren auf unsere hochwertigen Produkte auch noch eine Garantie von einem halben Jahr.

Bildschirmfotoausriß: http://watchcopy.info

Bildschirmfotoausriß: http://watchcopy.info

 

Mode-Rückblende in die berühmt-berüchtigte 80er-Jahre-Mode:

Wenn man diese Fotos von Günther Jauch aus den 80-er-Jahren sieht, weiß man, was mit Modesünde gemeint ist.

Und man bekommt auch eine Vorstellung davon, wie dort die Grünen entstehen konnten in diesem Jahrzehnt.

Diese für ihren super-guten Kleidungsstil bekannte Modepartei.

Wahrscheinlich ist es kein Zufall, daß in diesem Jahrzehnt die Grünen aufkamen.

Heute mal ein bißchen Schuhmode, sofern man hier von Mode sprechen kann beim Beitrag:

Schuhe kann man aufpeppen, indem man andere Schnürsenkel dazu kauft.

Je nach Geschmack.

Im Bild ein Paar Stiefel, die im Schuhgeschäft dunkelblau im Leder und mit dunkelblauen Schnürsenkeln gekauft wurden.

Mit andersfarbigen Schnürsenkeln sehen sie gleich lebhafter und nicht mehr langweilig aus.

 

Ein Fehlkauf landet in der Kleiderbörse :

Das Schlafanzugoberteil wurde noch nie getragen, Etikette ist noch dran...

Das Schlafanzugoberteil wurde noch nie getragen, Etikette ist noch dran…

Damen-Flanell-Schlafanzug-Oberteil.

Farbe:

bebeblau / hellblau.

Größe:

48 / 50.

Preis:

5 Fr.

(bei Postversand zzgl. Portokosten)

Neuwertig, nie getragen.

Schild ist noch dran sogar.

Abholung / Übergabe möglich in Graubünden (Chur, Domleschg, Engadin) und Glarus / Schwyz /Zürich (Zugstrecke Chur – Zürich), im Raum St. Gallen, Appenzell-Außerrhoden alle Orte, die an dem Zugstrecken des Rheintals oder Walensee-Toggenburg liegen.

NACHTRAG: Auf dem Foto wirkt es schmuddelig, schmutzig, alt.

Es ist, weil abends aufgenommen und der Stoff irgendwie leicht glänzt. Im Original ist alles neuwertig und absolut sauber natürlich

Modefarben: 2017 soll in punkto Damenmode das Jahr der Modefarbe Rosa gewesen sein.

Grund genug, sich das mit der Farbe Rosa einmal genauer anzusehen.

Barbie, Ballettkostüm und Bettwäsche, manchen Mädchen kann es nicht rosa genug sein.

Rosa wirkt sanft und weich, weshalb es allgemein mit Weiblichkeit assoziiert wird. Männer empfinden rosa bei Kleidung als weiblich.

Und Frauen mögen Rosa schon als Mädchen.

Versuche, alternativer Eltern, die ihre die Tochter von einem geschlechtsneutralerem Farb-Geschmack überzeugen wollen, scheitern seit den 68er-Jahren.

Forscher der britischen Newcastle University hatten das schon vor über 10 Jahren untersucht.

Damals publizierten sie die Ergebnisse der Farbvorlieben-Studie in der Ausgabe der Fachzeitschrift «Current Biology».

Hier schildern Anya Hurlbert und Yazhu Ling ihren simplen Test:

208 Versuchspersonen im Alter zwischen 20 und 26 Jahren mussten sich am Computerbildschirm möglichst schnell entscheiden, welche von zwei Farben sie bevorzugen. Es stellte sich heraus, dass zwar alle Personen Blau mochten, Frauen jedoch zudem rötliche Farbnuancen bevorzugten. Neben den britischen Teilnehmenden folgten auch chinesische Versuchspersonen, die erst kürzlich nach England eingewandert waren, dem geschlechtsspezifischen Muster.

Während Frauen ihre Präferenz klar auf rötliche und rosa Farbtöne legen, gibt es bei Männern keine eindeutige Tendenz.

Diese Rangfolge der Farbe gilt über kulturelle Grenzen hinweg.

Erst kürzlich hatte ich mich über einen leitenden Beamten und dessen Krawattenstil ausgelassen.

Hier gleich noch ein weiterer leitender Beamter der Eidgenossenschaft und sein Kleidungsstil zum Thema.

Damals schrieb ich davon, daß Beamte zwar kaum in der Öffentlichkeit erscheinen im Gegensatz zu Politikern, aber sehrwohl die Fäden ziehen.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang, wie sich Walter Thurnherr, Angehöriger der Mitte-Links-Partei CVP zu sich selbst und seiner Position auf seiner Webpräsenz äußert:

Ich sehe mich nicht als achten Bundesrat, eher als obersten Beamten. Meine Macht ist beschränkt. Aber ich habe etwas Einfluß. Ich kann vermitteln oder steuern, ich koordiniere und mache Vorschläge. 

Doch dies ist ein Modeblog, daher zurück zum Thema Mode.

Walter Thurnherr trägt auf dem Foto, das von ihm – also wohl mit seinem Einverständnis – als erstes zu sehen ist auf der Webseite der Eidgenossenschaft eine absolut grausame Kombination. Ein Jakett in einem hellen ultramarinblau mit einer schillernden grünen Krawatte. (Fotoausriß unten)

Nicht nur eine Modesünde, sondern eine Vergewaltigung des guten Geschmacks. Der offenbar nicht vorhanden ist.

Man könnte es allenfalls als Exzentrik auslegen, aber es scheint einfach der Modegeschmack zu fehlen. Denn würde es einfach sich um eine exzentrische Ader von Turnherr handeln, so wäre er nicht auf dem nächsten Foto so blaß wie eine Leiche gekleidet. Absolut farblos, ganz genau das Gegenteil vom schrill daherkommenden Blau-Grün-Kombi.

Der Mann hat einfach keinen Modestil, keinen Modegeschmack. Hier noch als Beispiel das Bild von ihm, das als erstes kommt bei Google und auf der Webseite der CVP aufgeschaltet ist.

Die Partei sollte ihm und sich zuliebe ihm einen Modeberater bzw. Stilberatung zur Verfügung stellen.

Wie kann man nur einen grauen Anzug tragen und diesen mit einer Krawatte kombinieren, die augenscheinlich ein Muster aus Blautönen, Grün, Gelb und Weiß als Streifen hat?

Die Krawatte allein schon wäre in anderer Hemd- und Anzug-Kombination jedenfalls gut für Fasnacht geeignet.

 

 

Bild André Simonazzi: Bundeskanzlei-Webseite

Bild André Simonazzi: Bundeskanzlei-Webseite

Man sagt, die Macht liegt bei den Beamten hinter den Politikern und nicht bei den Politikern.

Es ist wohl etwas dran. Weil er, der Beamte, anders als die Politiker selbst kaum bis gar nicht in den Medien kommt, ist er weitgehend unbekannt. Aber Strippenzieher, er zieht die Fäden im Hintergrund.

Einer dieser Beamten ist André Simonazzi. Er hält sich schon lang. Im November 2008 hat der Bundesrat zum Vizekanzler und Bundesratssprecher ernannt.

Er ist für die Regierungskommunikation zuständig und koordiniert die Informationstätigkeit der Departemente.

Geht man nach den Bildern auf der Webpräsenz der Eidg. Verwaltung der Bundeskanzlei usw, so hat er eine Vorliebe für lila-farbene Krawatten.

Mit der Krawatte rechts im Bild wird gezeigt, daß Krawatten keineswegs immer langweilig sein müssen.

Ob die lilafarbene Krawatte unten geschmackvoll ist, darüber läßt sich wohl streiten.

So Lila- und Flieder-Töne, die in Norddeutschland oder in nördlichen Gegenden und Ländern wohl kaum einer tragen würde sind jedenfalls typisch für den allemanischen Raum (Süddeutschland, Schweiz… )

Bild André Simonazzi: Bundeskanzlei-Webseite bzw. Keystone (Schlüsselstein : - )

Bild André Simonazzi: Bundeskanzlei-Webseite bzw. Keystone (Schlüsselstein : – )

 

Welche Kleidung anziehen, wenn ein Kundentermin ansteht?

 

Was ist das Wichtigste?

 

Um es vorwegzunehmen:

 

Das Wichtigste ist: Seien Sie Sie selbst.

Seien Sie authentisch.

 

Nicht unbedingt die richtige Kleidung für jeden Kundentermin... Außer vllt. man möchte sich als Sozialarbeiter oder im alternativen Spektrum irgendwo bewerben...

Nicht unbedingt die richtige Kleidung für jeden Kundentermin… Außer vllt. man möchte sich als Sozialarbeiter oder im alternativen Spektrum irgendwo bewerben… Doch wer in der Freizeit so rumläuft und dann plötzlich als Immobilienmakler mit Krw

Haben Sie es auch schon einmal erlebt?

Den Immobilienverkäufer, z. B. von einer Firma wie Betterhomes, dem man ansieht, daß er noch nie im Leben zuvor eine Krawatte getragen hat?

Der dadurch einfach unecht und künstlich, gelackt wirkt?

Oder den Internetagentur-Vertreter, der gezwungen versucht, locker zu wirken und kreativ, aber gekleidet ist wie ein Buchhalter oder Programmierer.

Jedoch sicher nicht aussieht wie der Typ, der auch nur irgendwelche kreativen Einfälle für eine Webseite hat?

Würden Sie so jemandem einen Auftrag geben?

Wohl kaum.

Denn auch die (Ver)-Kleidung nützt nichts. Man spürt, daß etwas nicht stimmt, daß irgendwas nicht paßt, nicht in Ordnung ist.

Natürlich kann man sich je nach Termin anders ankleiden. Aber man sollte sich nicht ver-kleiden.

Beim Termin mit einem Kunden, der eine Webseite möchte und der ein Schreiner ist, ist die Frage, ob man unbedingt Krawatte anziehen sollte, selbst, wenn man solch eine gerne trägt. Denn es kann Distanz schaffen.

Ob man sich anläßlich eines Geschäftstermins wie auf einer Beerdigung kleiden möchte und lieber farblos auftreten will, obliegt auch dem persönlichen Geschmack.

Ob man sich anläßlich eines Geschäftstermins wie auf einer Beerdigung kleiden möchte und lieber farblos auftreten will, obliegt auch dem persönlichen Geschmack. Ob man auf die Weise kreativ rüberkommt, das darf jedoch wohl bezweifelt werden…

Aber wenn jemand, der sonst nie Jeans trägt, plötzlich ein Holzfällerhemd anlegt und versucht, möglichst sympathisch für den Termin beim Schreiner zu wirken, indem er sich verkleidet, der erreicht genau das Gegenteil.

Wenn jemand aber gern Anzug und Krawatte trägt und bei einer Zahnarztpraxis oder einem Luxusrestaurant die Webseite machen soll, ist es sicher passend.

Fazit zur Kleidung bei Kundenterminen

Sich selbst darstellen, nicht projezieren, was bzw. wer man nicht ist.

Nicht jemand abbilden wollen, der man nicht ist. Sowas spürt der Kunde.

Es wirkt gewollt.

Trotzdem ein stückweit Rücksicht nehmen.

Peer Wandiger faßt es auf seinem Blog in diesem Artikel in gute Worte (kursiv). Er schreibt u. a., daß man “das eigene richtige Auftreten finden” soll.:

“Mein Auftreten selber sollte natürlich professionell sein. Deshalb habe ich mir ordentliche Sachen angezogen, die Haare nochmal gemacht und die Zähne geputzt. Bin ich aber mit Anzug und Krawatte los? Nein, denn das wäre nicht ich gewesen.

Manche versuchen etwas ganz anderes darzustellen, als sie sind. Mal abgesehen davon, daß einem das viele nicht abkaufen, verbiegt man sich auf diese Weise auch und muss das dann weiter durchziehen.

Deshalb finde ich es sehr wichtig, daß man das eigene richtige Auftreten findet.”

Streifenkrawatte zu Karohemd, früher ein Geht-nicht (Denglisch "no go")

Streifenkrawatte zu Karohemd, früher ein Geht-nicht (Denglisch “no go”). Doch wems gefällt und wer sich so wohlfühlt, kann auch so zu einem Termin : – )

Das “richtige eigene Auftreten” ist auch ein Stück Selbstfindung.

Und heißt somit auch etwas anderes:

Wer sich selbst noch nicht gefunden hat, der wirkt auch auf andere verloren bzw. unecht, unsicher.

Im Übrigen

Im Übrigen gilt das, was für Kundentermine gilt auch im restlichen Leben bzw. kann man übertragen auf den Alltag.

Denn auch hier sollte man sich nicht verbiegen, nicht verstellen, nicht ver-kleiden.

Das heißt allerdings natürlich nicht, daß man auf einem Schwingfest Anzug und Krawatte tragen sollte, nur, weil man es gerne trägt.

Dann besser auf die Pferderennbahn gehen, wenn mit traditioneller Edelweißkleidung tragen möchte.