Wer gerne Krawatten trägt, sollte darauf achten, wo er ein Haus kauft oder mietet, wo er hinzügelt.

In Städten wie St. Gallen oder Chur gar kein Problem, so gibt es in der Schweiz auch Gebiete, in denen man schräg angeschaut wird, wenn man Krawatte trägt. Kein Scherz.

Es sind Gebiete wie das Domleschg südlich von Chur zum Beispiel. Wo allenfalls noch der Bänker der Raiffeisenbank Mittelbünden oder der Bänker bei der Kantonalbank Graubünden in Thusis eine – meist völlig geschmacklose – Krawatte trägt.

Sonst niemand.

Man kriegt Bemerkungen reingedrückt angefangen von schwul bis hin zu Sachen und Sprüchen, die ich hier gar nicht alle aufführen will.

Wenn man dann keine Krawatte nach einigen Jahren wohnen in diesem Gebiet mehr anzieht und man dann ohne einen legeren Anzug und Krawatte am Hauptbahnhof Zürich aussteigt und Kunden besucht, dann fühlt man sich “underdreßt”.

Doch Graubünden ist nicht Graubünden. Wer ins Engadin fährt und in Pontresina, St. Moritz oder Samedan mit Krawatte oder einem schönen Anzug aussteigt, der wird dort nicht schräg angeschaut oder angepöbelt.

Man muß also wegfahren, reisen, wenn man in einer Krawattenhasser-Gegend wohnt. Wo Leute schon aggro und abfällig (oder sollte man sagen, einfach nur neidisch, weil sie selbst keinen Kleidungsstil haben?) reagieren, selbst dann, wenn man nichtmal so einen geschniegelten Nadelstreifenanzug und extravaganten Stil wie der Herr hier im Bild unten hat (Bildquelle: www.krawatten-viadimoda.de).

Sondern bloß eine legere Kordhose, einen entsprechend lockeres Jakett und ein Hemd mit Krawatte anhat.

Oder wenn man nicht oft in Gebiete verreisen will, wo man nicht angegangen wird weil man sich gern einigermaßen gut kleidet, muß man sein Haus / seine Wohnung als Ferienwohnung oder zur Dauer-Miete vermieten.

In St. Moritz oder Zürich würde man so keineswegs auffallen, auch nicht in Genf, aber im Domleschg reicht schon, wenn man bloß eine bäuerliche Kordhose mit Hemd und Krawatte trägt, das macht dort die Leute aggro.

In St. Moritz oder Zürich würde man so keineswegs auffallen, auch nicht in Genf, aber im Domleschg reicht schon, wenn man bloß eine bäuerliche Kordhose mit Hemd und Krawatte trägt, das macht dort die Leute aggro.

Haben Leggins Knöpfe oder Reißverschluß oder Hosentaschen? Nein, denn es sind keine Hosen.

Nochmal: Auch wenn es viele nicht glauben wollen in der Damenwelt:

Leggins sind keine Hosen.

Man sollte sie also nicht als Ersatz für eine Hose tragen!

Und dann kommt hinzu, was jeder schon beobachtet hat:
Oft tragen ausgerechnet jede Damen, die nicht die Figur für Leggins haben, Leggins.

Und betonen so noch ihre (schlechte) Figur.
Und dann noch auf der Straße getragen auch noch so, daß jeder es sieht bzw. sehen muß.

Eine Leggins ist für Gymnastik, Aerobic und andere Sportarten da. Aber kein Hosen-Ersatz.