Durch eine Reklame flattert das Greenpeace-Magazin herein.

Thema ist nicht etwa der „Grüne Frieden“, die Umwelt, der Naturschutz.

Nö, aufgemacht ist es mit dem Plakat einer kämpferisch sich gebärdenden Frau.

Betitelt ist das mit „Der nächste Coup. Parität in den Parlamenten.“

Mal abgesehen davon, daß Frauenquoten Schwachsinn sind und die Leistungen derjenigen Frauen, die ohne Quoten in ihren Job oder ihre Politstellung gekommen sind, herabwürdigen und Männer diskriminieren, fällt auf:

  1. ist es kein Umweltschutzkonzern, es geht nicht um die Natur. Sondern „greenpeace“ ist eine politisch links agitierende NGO.
  2. Das Sujet, das Plakat, das für die Propaganda zur Hand genommen wird, ist von 1914. Schon 1914 also kleideten sich bestimmte Frauen offenbar häßlich und gebärdeten sich häßlich und aggressiv.

So zumindest der Eindruck des historischen Plakates in punkto – fehlenden – Kleidungsstil und Gebärde.

Was es wohl soll, daß die Frau auf dem Plakat barfuß abgebildet wurde?

Sollte es Hilflosigkeit ausdrücken, Hilfsbedürftigkeit? Opferhaltung?

Es paßt nicht zusammen. Nichtmal heute, über 100 Jahre später.

Ironischerweise hat das Grünfrieden-Magazin offenbar in punkto schwarzweißer Streifen einen ähnlichen Geschmack wie dieser Modeblog.

Erstaunlich.

 

Anabel Schunke, Model und Journalistin, äußert sich zum Tod von Karl Lagerfeld mit folgenden Worten:

„Der Zustand unserer Gesellschaft lässt sich sehr gut anhand der Tatsache zusammenfassen, daß Dunja Hayali ein Bundesverdienstkreuz hat und Karl Lagerfeld nicht.“

Noch kein Jahr ist es her, April 2018, da äußerte Karl Lagerfeld sich wiefolgt zu seiner Gesundheit:

„Im Moment leide ich nicht so schlimm. Die Ärzte haben mich voll durchgecheckt, ich hatte jeden Test, den es unter der Sonne gibt. Sie haben nichts gefunden – wir können in zehn Jahren noch einmal drüber reden.“

Nun in der Modeschöpfer tot.

Zuletzt sorgte der leidenschaftliche Cola-light-Trinker wegen seiner Zähne für Schlagzeilen.

Noch im vergangenen Jahr „autete“ er sich als AfD-Hasser und Merkel-Hasser zugleich. Wegen der von ihm kritisierten Einwanderungspolitik von Wirtschafts- und Sozialmigranten der Merkel-Regierung äußerte er sogar öffentlich, er überlege, seinen deutschen Paß zurückzugeben.

Erst kürzlich sprach der in Hamburg geborene Lagerfeld, dessen Eltern sich mit dt (Lagerfeldt) schrieben und die Kleeblatt-Kondensmilch herstellten, im französischen Magazin «Numéro» über das Thema Tod:

„Eine Beerdigung? Wie schrecklich! Es wird keine Beerdigung geben. Ich will verbrannt werden und meine Asche soll zusammen mit der meiner Mutter verstreut werden.“

Lagerfeld galt als äußerst diszipliniertes Arbeitstier mit einer hohen Allgemeinbildung und war offenbar belesen.

Seine Privatbibliothek soll ihm zufolge zirka 300.000 Bücher umfassen.

(Bildschirmfotoausriß: Google-Suche zu Karl Lagerfeld)