Erst kürzlich hatte ich mich über einen leitenden Beamten und dessen Krawattenstil ausgelassen.

Hier gleich noch ein weiterer leitender Beamter der Eidgenossenschaft und sein Kleidungsstil zum Thema.

Damals schrieb ich davon, daß Beamte zwar kaum in der Öffentlichkeit erscheinen im Gegensatz zu Politikern, aber sehrwohl die Fäden ziehen.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang, wie sich Walter Thurnherr, Angehöriger der Mitte-Links-Partei CVP zu sich selbst und seiner Position auf seiner Webpräsenz äußert:

Ich sehe mich nicht als achten Bundesrat, eher als obersten Beamten. Meine Macht ist beschränkt. Aber ich habe etwas Einfluß. Ich kann vermitteln oder steuern, ich koordiniere und mache Vorschläge. 

Doch dies ist ein Modeblog, daher zurück zum Thema Mode.

Walter Thurnherr trägt auf dem Foto, das von ihm – also wohl mit seinem Einverständnis – als erstes zu sehen ist auf der Webseite der Eidgenossenschaft eine absolut grausame Kombination. Ein Jakett in einem hellen ultramarinblau mit einer schillernden grünen Krawatte. (Fotoausriß unten)

Nicht nur eine Modesünde, sondern eine Vergewaltigung des guten Geschmacks. Der offenbar nicht vorhanden ist.

Man könnte es allenfalls als Exzentrik auslegen, aber es scheint einfach der Modegeschmack zu fehlen. Denn würde es einfach sich um eine exzentrische Ader von Turnherr handeln, so wäre er nicht auf dem nächsten Foto so blaß wie eine Leiche gekleidet. Absolut farblos, ganz genau das Gegenteil vom schrill daherkommenden Blau-Grün-Kombi.

Der Mann hat einfach keinen Modestil, keinen Modegeschmack. Hier noch als Beispiel das Bild von ihm, das als erstes kommt bei Google und auf der Webseite der CVP aufgeschaltet ist.

Die Partei sollte ihm und sich zuliebe ihm einen Modeberater bzw. Stilberatung zur Verfügung stellen.

Wie kann man nur einen grauen Anzug tragen und diesen mit einer Krawatte kombinieren, die augenscheinlich ein Muster aus Blautönen, Grün, Gelb und Weiß als Streifen hat?

Die Krawatte allein schon wäre in anderer Hemd- und Anzug-Kombination jedenfalls gut für Fasnacht geeignet.

 

 

Nach dem Bergsturz von Bondo:

Doris Leuthard machte sich ein Bild über die Situation, so heißt es in einer Mitteilung des UVEK.

Dabei dankte sie den Behörden und den Rettungskräften für den Einsatz. Den Einwohnern von Bondo sicherte die Bundespräsidentin im Gespräch die Unterstützung durch den Bund zu.

Im Internet und auch der jüngsten Ausgabe der Weltwoche wurde ihr Kleidungsstil kritisiert. (Zitat: “Zwischen den Felsmassen von Bondo ­predigte sie kürzlich in ihren Designerkleidern und Designergummistiefeln … / … “)

Er passe nicht zu einer Naturkatastophe mit Vermißten. Sondern eher zu einer Art Modeschau. Das Schickimicki-“Autfit” der CVP-Politikerin sei deplaziert.

Man könnte jetzt sagen: Naja, eine Frau darf sich extravagant auch bei Katastrophen gerieren.

Darf eine Politikerin das?

Was wäre wohl gewesen, wenn Blocher noch Bundesart wäre und in Bondo im Dändi-Stil aufgetreten wäre? Oder wenn bei einer Beerdigung jemand in bunten Kleidern käme? Immerhin äußerte Leuthard, die sichtlich Mühe hatte, ernst zu bleiben und sichtlich gut gelaunt war “Es wird schwierig, sie noch lebend zu finden.”

In so einer Situation ist Schickimicki-Kleidung eigentlich unangebracht, oder nicht?

Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung:

Doris Leuthard in Bondo. Einen Modeberater hat sie vor dem Termin sicher nicht konsultiert (Bild: UVEK)

Doris Leuthard in Bondo. Einen Modeberater hat sie vor dem Termin sicher nicht konsultiert (Bild: UVEK)

Auch ein Modeblog-Thema ist in der heutigen Zeit natürlich Hipster-Kleidung.

Bzw. Hipsterschuhe mit hochgekrempelter Jeans.

Wer noch nicht wußte, warum Hipster so verhaßt sind…

Ohne weiteren Kommentar einfach mal ein Foto:

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… angesehen hat, der hat auch beobachten können, daß sich der Kleidungsstil von Matthias Ackeret gebessert hat.

Es sind keine grausamsten Geschmacksvergewaltigungen mehr auftgetreten, zumindest nicht in jüngster Zeit (Stummelkrawatte usw.)

Der Bericht in der SchweizerZeitung.ch scheint gewirkt zu haben?

Hat Matthias Ackeret SchweizerZeitung.ch gelesen?

Hat Matthias Ackeret SchweizerZeitung.ch gelesen?