„Historiker“ Benedikt Meyer schreibt auf dem Blog des Nationalmuseums Schweiz einen Beitrag.

Und hat offenbar Probleme damit, Kommentare freizuschalten, die auch nur in homöopatischer Dosis höfliche Kritik enthalten und seine These hinterfragen.

Wie lautet die These Meyers?

Er behauptet, Sandalen hätten zum Erfolg der Römer geführt. Und will uns erzählen, daß die römischen Soldaten in Sandalen Kriege und Schlachten geführt haben.

Schwer vorstellbar?

Nicht für Historiker (und nebst dem Blogbetreiber des Reisemagazins TransHelvetica), Benedikt Meyer.

Zitat:
„Was hat den römischen Erfolg erst möglich gemacht? Moderne Waffen? Fantastische Strategen? Eine blühende Wirtschaft? Nein, es war das solide Schuhwerk.“

Im Winter mit Sandalen in der Schweiz, das hat die Römer also zum Erfolg geführt laut Meyer.
Und wer das auch nur zaghaft hinterfragt in einem Kommentar, dessen Kommentar wird nicht freigeschaltet.

Finde ich schlechten Stil.

Doch bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.

Die ganze Geschichte illustriert Meyer mit einer solchen Sandale.

Historiker Benedikt Meyer ist auf historische Reportagen spezialisiert und betreibt einen Reiseblog TransHelvetica. Er glaubt, daß Sandalen für die Römer in der Schweiz im alpinen Gebiet (man denke nur an den Winter!) ein großer Vorteil waren und nur dank Sandalen so ein Weltreich errichtet werden konnte, das Imperium Romanum. Was für ein Quark!

Historiker Benedikt Meyer ist auf historische Reportagen spezialisiert und betreibt einen Reiseblog TransHelvetica. Er glaubt, daß Sandalen für die Römer in der Schweiz im alpinen Gebiet (man denke nur an den Winter!) ein großer Vorteil waren und nur dank Sandalen so ein Weltreich errichtet werden konnte, das Imperium Romanum. Was für ein Quark!

Meyer textet: zur italienischen bzw. damals römischen Schuhmode:

„Roms Aufstieg zur Weltmacht wäre mit anderen Politikern oder anderen Waffen wohl genauso gut möglich gewesen. Mit anderen Schuhen ist er jedoch schwer vorstellbar.

Die römische Sandale ist ein gern übersehener Baustein des Imperiums.

Dabei war es der Schuh, der es den Soldaten erlaubte, weite Strecken zurückzulegen.

Die gute Durchlüftung minderte Schweiß und verhinderte Blasen, der Beschlag der Sohle sorgte für Standfestigkeit. Ohne Sandale keine Reisen, ohne Reisen keine Verwaltung, ohne Verwaltung kein Reich.“

Weite Strecken in der Schweiz zurücklegen, dazu zieht man also mit Vorteil Sandalen an?

Man möchte wissen, ob der Reiseblogger im Winter bei Schnee und Kälte oder Herbst / Frühling, bei Regen, Kälte und Nässe die Schweiz oder andere Berggebiete der Welt auch in Sandalen bereist.

Viel wahrscheinlicher ist, daß das Schuhwerk der Leute, die aus dem heutigen Italien eine Weltmacht aufbauten, Hinderniß gewesen sein dürfte.

Daß sie das Weltreich trotz aber ganz sicher nicht wegen, wie Benedikt Meyer phantasiert von den „gut durchlüfteten“ römischen Sandalen, erobert hatten.

Im Winter im alpinen Gebiet der Schweiz waren die Sandalen ganz sicher kein Vorteil.

Um das zu wissen, muß man auch kein Mode-Historiker sein.
Sondern man muß nur mit gesundem Menschenverstand gut durchlüftet kurz nach-denken anstatt ideologisch von gut durchlüfteten Sandalen im Winter bei Schnee, Eis, Frost und Kälte träumen.

Remo Maßat

(Bild oben:
Rekonstruktion einer römischen Sandale aus Leder mit Eisenbeschlag. Foto: Schweizerisches Nationalmuseum)