Bildschirmfotoausriß: Schweiz am Sonntag

Bildschirmfotoausriß: Schweiz am Sonntag

… eine PR-Abteilung, die ihn haßt, einen Fotografen, der ihn haßt. Oder keinen Geschmack. Oder mehreres kombiniert.

Auf jeden Fall hat er einen Schneider, der ihn haßt oder – falls er es so angeordnet hat, daß so zugeschnitten wird – einen sehr unvorteilhaften Geschmack.

Wie Sie sehen, hier geht es nicht um den ausgemachten Stuß, der im Gespräch zwischen der Schweiz am Sonntag von ihm von sich gegeben wird („Wer Dichtestreß will, soll an ein GC-Spiel gehen“ – allein diese schlaue Äußerung… )

Sondern um Mode und Stil.

Hier haben wir ein Beispiel, bei dem es nicht nur um dies allein geht, sondern nebenbei um Fotografie.

Doch von Anfang an: Wenn man eine etwas gedrungene Gestalt hat, sollte man das nicht noch verstärken.

Bildschirmfotoausriß: Schweiz am Sonntag

Bildschirmfotoausriß: Schweiz am Sonntag

Zum Beispiel dadurch, daß man die Hose so schneidern läßt, daß sie nach unten schmal zuläuft, wodurch die gedrungene Gestalt noch gedrungener wirkt.

Und dann sollte man – und hier sind wir beim Thema Fotografie – sich vor allen Dingen, wenn man sich eine Hose schon so unvorteilhaft schneidern läßt, nicht in der Froschperspektive fotografieren lassen. Also oben auf einer Treppe in Herrschafts-Pose stehend und den Fotograf von unten fotografieren lassen.

Denn das wirkt nicht herrschaftlich. Im Gegenteil. Eher komisch.

Jetzt fragt man sich: Hat jemand, der in so mächtiger Position ist und so klug über Masseneinwanderung usw. sprechen kann, niemanden, der ihn bei Stil berät? (PR-Abteilung, Frau, Schneider, Fotograf, Bekannte, Freunde usw. usf.)

Oder ist es so, daß viel Geld und Macht nicht vor schlechtem Geschmack und Stil schützt?

 

Fotoausriß: Churer Magazin

Fotoausriß: Churer Magazin

Jedesmal, wenn ich im Churer Magazin, diese Rubrik „Mode & style“ lese, frag ich mich, warum eigentlich nicht gleich „fashion and style“?

Vor allen Dingen, wenn da jemand schreibt (Katrin Müller) von Majoran fashion, sprich Majoran Fäschn.

Und denke dann daran, was mal jemand gesagt hat: „Wer style sagt, hat keinen. So einfach ist das.“

Passend zu „style“ (Steil) und „fashion“ (Fäschn) gibt es dann noch das „outfit“ (Autfitt).

Wer bei Sprache sowenig Stil hat, wie sieht es dann mit der Mode aus (der Fäschn)?

Fotoausriß: Churer Magazin

Fotoausriß: Churer Magazin

Bie Markenkleidern läßt sich viel Geld sparen (Bildschirmfotoausriß: Discontia.de)

Bie Markenkleidern läßt sich viel Geld sparen (Bildschirmfotoausriß: Discontia.de)

Der Preisüberwacher kritisiert seit langem, daß die Schweiz gerade bei Markenartikeln eine Insel ist. Und zwar eine Hochpreisinsel.

„Die Preise von Importgütern zum Beispiel liegen in unserem Land um rund 30 % über dem Niveau des europäischen Auslandes.“ schreibt er auf seiner Webseite dazu.

Auch der schweizerische Konsumentenschutz kritisiert seit langem, daß die Preise für Kleider, namentlich Markenkleider wesentlich höher sind als im benachbarten Ausland, zum Beispiel Deutschland.

Die Ursache dafür ist laut Preisüberwacher unter anderem, daß Händler sogenannte Kaufkraftabschöpfung betreiben. Einfacher gesagt, die Händler gehen danach, was sie rausholen können.

Oftmals lohnt sich daher der Blick ins europäische Ausland. Zumindest für Leute, die bei Markenartikeln sparen wollen.

Wer besonders sparen will, kann sich noch Rabattportalen und Markenartikeldiskontern bedienen, indem er z. B. Webseiten wie Discontia.de besucht.

Wie der Name schon sagt, hat sich der Anbieter auf Diskontpreise spezialisiert.

 

Solch einen Kragen trägt man mit einer schmalen Krawatte. Und man sollte auch darauf achten, daß das Revers des Anzugs ebenfalls schmal ist, sonst sieht es komisch aus.

Mario Torriani: Krawatte und Hemdkragen im K(r)ampf / Bildschirmfotoausriß: Blick.ch

Mario Torriani: Krawatte und Hemdkragen im K(r)ampf / Bildschirmfotoausriß: Blick.ch

Kragen frißt Krawatte

Und zu guter letzt muß man wirklich auch darauf achten, daß man bei einem Hemd mit schmalem Kragen auch eine Krawatte nimmt, die nicht nur schmal ist, sondern, die um den Halsbereich nicht breiter ist als der schmale Kragen.

Sonst springt die Krawatte unter dem schmalem Hemdkragen seitlich und hinten hervor und das sieht alles andere als modisch oder gekonnt aus.

Ein abschreckendes Beispiel lieferte jüngst Mario Torriani, als er Melanie Wininger, die an diesem Abend die Wurst in der Pelle gab, ko-moderierte.

Ein weitläufiger Modetipp zum Tragen eines Hemdes mit Haifischkragen ist, daß man ihn gar nicht tragen sollte. Und zwar, wenn man einen runden Kopf hat.

Der Haifischkragen würde die Person dann gedrungener wirken lassen.

Es ist natürlich wie bei Vielem auch hier Geschmackssache, ob das wirklich so ist. Genauso, wie man weiß, daß vertikale Streifen schlank machen, gibt es dennoch Menschen, die tragen auch gerne horizontale Streifen, obwohl sie nicht die schlankesten Menschen sind.

Man sollte tragen, was einem gefällt, genauso, wie man ja auch ißt, was einem gefällt.

Ich zum Beispiel eß die St. Galler Bratwurst immer mit Senf und ernte jedesmal ein Naserümpfen und eine Belehrung auch noch oft seitens der Einheimischen. Das macht man nicht, eine St. Galler Kalbsbratwurst ißt man ohne Senf.

Ja und? Wenn sie mir mit Senf besser schmeckt? Ich finde daher, man sollte darauf achten, was einem schmeckt oder bei Mode, was einem gefällt und nicht, was macht „nicht macht“ oder nicht machen darf.

Remo Maßat

Bildschirmfotoausriß: SRF

Bildschirmfotoausriß: SRF

Doch bringt die modern klingende „shape wear“ wirklich etwas? Formt sie den Körper?

Das Schweizer Fernsehen berichtet: „Im «Kassensturz»-Test zeigt sich aber, dass die meisten Modelle nichts zur idealen Figur beitragen. Einige haben sogar deutlich unvorteilhafte Auswirkungen auf die Körperform.“

Wer seinen Körper verschönen will, der renne lieber einmal um den Block, gehe mit dem Hund raus, spiele mit der Katze, mache Gartenarbeit oder etwas Kreatives, bei dem er sich bewegen muß.

Oder wandere, z. B. im schönen Domleschg von Summaprada zum Schauenberg. Diese 10 Minuten  dürften mehr bringen als jedes Mieder, bzw. wie es heute heißt, jede „shape wear“.

Zum von Steuergeldern finanzierten Staatsfernsehen-Bericht

Krawatten-Mode

Streifenkrawatte zu Karohemd, früher ein Geht-nicht (Denglisch "no go")

Streifenkrawatte zu Karohemd, früher ein Geht-nicht (Denglisch „no go“)

Früher war es „verboten“, zu Fisch, Rotwein zu trinken. Mir gefällt es bis heute nicht, aber man darf es, wenn einem der Sinn danach steht.

Ähnlich gab es früher die Faustregel, daß man zu einem Streifenhemd oder Karohemd keine gestriffene Krawatte tragen „darf“. Eine Streifenkrawatte dazu war eine Modesünde.

Zu Streifen- oder Karohemden oder anderweitig gemusterten Oberhemden solle man nur einfarbige Krawatten tragen, so die Regel.

Ich persönlich finde, man kann sehr gut zu einem Karohemd eine Streifenkrawatte kombinieren.

Aber es hängt natürlich vom Geschmack ab. Wie alles.

Im Bild rechts trage ich anläßlich einer Befragung („interviews“) eine Streifenkrawatte zu einem Karohemd.

Ich finde die Kombination schön.

Im Internet jedenfalls findet man heute ohne lange Ladensuche und Krawattensuche alles, was man möchte.

Remo Maßat

Im Internet gibt es alle möglichen Varianten und Auswahlen an Krawatten, die man sich nur erdenken kann (Krawatte.net)

Im Internet gibt es alle möglichen Varianten und Auswahlen an Krawatten, die man sich nur erdenken kann (krawatte.net)

 

Gottfried Keller schuf "Kleider machen Leute"

Gottfried Keller schuf „Kleider machen Leute“

Kleider machen Leute ist eine Novelle von Gottfried Keller.

Erstmals 1874 im zweiten Band der Novellensammlung „Die Leute von Seldwyla“ erschienen, gehört sie zu den bekanntesten Erzählungen der deutschsprachigen Literatur, diente als Vorlage für Filme und Opern und gilt als Musterbeispiel für die Stilrichtung des poetischen Realismus.

Die Novelle ist sehr eindrücklich und spannend zu lesen. Mehr zum Lesen hat es auch  auf gelesen.ch

Gottfried_Keller_Schöne_Brücke g

„Wer Style sagt, hat keinen“.

Remo (Reimut) Maßat

Nicht die kleinere Größe kaufen, sondern eine passende: Die kleinere Größe macht sie nicht schlanker! Sondern läßt Sie im schlechtesten Falls sogar aussehen wie die "Wurst in der Pelle"

Nicht die kleinere Größe kaufen, sondern eine passende: Die kleinere Größe macht sie nicht schlanker! Sondern läßt Sie im schlechtesten Falls sogar aussehen wie die „Wurst in der Pelle“

Die kleinere Größe bei einem Kleid macht Sie nicht schlanker.

Sondern läßt ihre Figur unvorteilhaft aussehen.

Daher: Kaufen Sie nicht zu kleine Größen!

Es ist die Modesünde Nr. 1, daß Leute sich in Kleider zwängen, die ihnen zu eng sind. Es macht nicht schlanker! Wirklich nicht.

Sondern es führt zum Wurst-in-der-Pelle-Effekt, wie ihn neulich erst Melanie Winiger produzierte.